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Austausch und Entspannung im Aurahotel

 

Wenn der Ehepartner oder die Lebensgefährtin, ein Kind oder Geschwister von Taubblindheit oder Hörsehbehinderung betroffen ist, sind auch die Angehörigen in hohem Maße gefordert. Das ganze Leben muss auf die Betreuung und die Versorgung des taubblinden/hörsehbehinderten Familienmitglieds ausgerichtet sein.  Das bedeutet oft: Rund-um- die-Uhr-Betreuung, Verzicht auf eigenständige Aktivitäten, Verzicht auf Selbstverwirklichung, eine hohe psychische Belastung und manchmal auch Überforderung!

 

Deshalb standen am 14. und 15. Oktober Angehörige und Ihre Situation im Mittelpunkt. Aber auch die taubblinden / hörsehbehinderten Familienmitglieder waren mit dabei!

 

Nachdem alle TeilnehmerInnen, ReferentInnen, Taubblindenassistentinnen, Dolmetscherinnen und Blindenführhund Maya gut angekommen waren und ihr Zimmer gefunden hatten, ging es auch schon los. In einer gemeinsamen Begrüßungs- und Einführungsrunde wurde der Ablauf der von ITM und Frau Maciol (ISS  - BLWG München) organisierten und durchgeführten Veranstaltung erklärt.

 

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Frau Maciol begrüßt die Runde

 

Während sich die Angehörigen anschließend über ihre Situation austauschten und einem Vortrag der Diplom-Psychologin Kerstin Riesßbeck folgten, genossen die Taubblinden/ Hörsehbehinderten und ihre Assistenten und Begleiter den spätsommerlichen Tag am Rande der Alpen. Frau Böker von der Hotel-Gästebetreuung gab uns eine Einführung in die Vielfalt der Wiesenkräuter und führte uns auf einem wunderschönen Rundweg in die nähere Umgebung.

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Kleine Kräuterwanderung mit Führhund Maya

 

Nach dem leckeren Abendessen haben sich beide Gruppen nochmal zu einem Entspannungsabend getroffen. Nach einer gegenseitigen Handmassage haben wir gemeinsam eine kleine Einführung in die Lehre des chinesischen Quigong genossen. Quigong ist eine Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsform für Geist und Körper gleichermaßen.

 

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Übungen für Geist und Körper

 

Zum Ausklang des Abends trafen wir uns im Hotel zu einem gemeinsamen Glas Saft, Bier oder Wein und angeregten Unterhaltungen.

 

Den zweiten Tag begannen einige Frühaufsteher bereits vor dem Frühstück mit einer Runde im Hotel-Schwimmbad. Später gab es von Stefanie Prusak und Nadine Scholz Schwärzler von der Döpfer-Ergotherapieschule München eine theorethsiche Einführung in die Ergotherapie. Diese unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Die Hilfen, die über den Hausarzt verordnet werden können, gehen weit über den Bereich etwa der Physiotherapie hinaus. Sie sollen die Selbtwahrnehmung stärken und das Zurechtkommen im Alltag verbessern. Die Ergotherapeuten sehen sich dabei nicht in Konkurrenz zu Reha-Angeboten, zu LPF oder Orientierungs- und Mobilitätstraining - sondern als mögliche Ergänzung.

Die Gruppe der Taubblinden / Hörsehbehinderten kam im Anschluss gleich in den Genuss von praktischen, ergotherapeutischen Übungen. Im anderen Saal tauschten sich die Angehörigen derweil über verschiedene Hilfs- und Beratungsangebote und mögliche, künftige Strategien aus.

 

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Mit Hilfe der Ergotherapeutinnen...

 

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auf dem Selbsterfahrungs-Parcours

 

Nach einem gemeinsamen Mitagessen und einer Abschlussrunde war die schöne und interessante Zeit im Aurahotel auch schon wieder vorbei.

 

Das ITM-Team bedankt sich bei allen, die in der Vorbereitung und Durchführung des Programmes aktiv waren, bei allen (angehenden) TBA und Dolmetscherinnen. Ebenso Dank an all die netten und kompetenten MitarbeiterInnen des Aurahotels - und natürlich an alle Hörsehehinderten/ Taubblinden und (in diesem Falle besonders) ihre Angehörigen, welche die Zeit und den Mut gefunden haben, etwas Neues auszuprobieren! Wir denken, dass neben Vorträgen, Informationen und Tipps und der Gelegenheit zum Austausch auch Entspannung, Spaß und Erholung nicht zu kurz gekommen sind!

 



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